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Die Krankheit Krebs

Epidemiologie

Maligne Tumoren (umgangssprachlich: Krebs) sind in den westlichen Industrienationen nach Herz-Kreislauferkrankungen die zweithäufigste Todesursache. In der Schweiz sterben jährlich über 15'000 Menschen an Tumoren (Quelle: Krebsliga Schweiz, Jan. 2008), das heisst rund 25-mal mehr als bei Strassenunfällen.

 

Die Zahl der Krebserkrankungen ist steigend, Hauptgrund dafür ist die demoskopische Altersverschiebung bzw. die steigende Lebenserwartung.

 

Krebs ist jedoch nicht - wie oft angenommen wird - vor allem eine Alterskrankheit. Auch jüngere Menschen und Kinder können an Krebs erkranken. In der Schweiz gehen knapp 30 Prozent der "verlorenen Lebensjahre" (also der wegen eines vorzeitigen Todes nicht gelebten Jahre) auf das Konto der Krebskrankheiten.

 

Bei Männern ist nahezu ein Drittel der Todesfälle auf Krebs zurückzuführen, mithin etwas weniger als auf das Gesamt der Herz-Kreislauf- und Hirngefäss-Krankheiten (etwa 40 Prozent), aber mehr als auf alle übrigen Krankheiten zusammen.

 

Bei Frauen wird in knapp 25 Prozent der Todesfälle Krebs als Hauptursache genannt.

 

Trotz steter Erfolge in den verschiedenen Bereichen der Tumorforschung und die sich daraus ergebenden fortschrittlicheren Therapieoptionen nimmt die Anzahl der Krebstoten jedoch weiterhin zu.